Kobudo

Unter Kobudo (kleine Kriegskünste) versteht man heute die Fertigkeit, mit alten, traditionellen Waffen umzugehen. Die Bauern benutzten ihre Ackergeräte als Verteidigungswaffen, die sie mit karateähnli-chen Bewegungen erfolgreich handhabten. Man benutzte de Dreschflegel „Nunchaku“ (zwei mit einer Kordel oder Kette zusammengebundene kurze Holzstöcke) zum Kampf und schützte sich, indem man die Stöcke um sich herumwirbelte oder den Gegner damit angriff. Auch die dreispitzige Gabel „Sai“ (ursprünglich ein religiöses Symbol) war eine gefürchtete Waffe. Sie wurde insbesondere zur Schwertabwehr bzw. zum Abbrechen der Klinge benutzt. „Kombo“, die Kunst sich mit dem Stock (Bo, Hanbo) zu verteidigen, übernahm man aus der Tradition buddhistischer Mönche, die ihren „harmlosen“ Wanderstab notfalls als wirksame Waffe einsetzten. Außerdem kamen der Griff zum Drehen des Mühlrades „Tonfa“ (als Schwertschutz für Unterarm und Ellenbogen) und die ursprünglich aus Holz gefertigte Sichel zum Reisschneiden „Krama“ zum Einsatz.

 

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